
Für die Kieler Traditionsreederei hat im August 2011 eine neue Ära begonnen. Die SFK hat von der Berufsbildungsstelle Seeschiffahrt e. V. mit Sitz in Bremen für alle fünf Schlepper die Zulassung als Ausbildungsschiffe erhalten.
Seit dem 1. August 2011 wird mit Patrick Linartas erstmalig ein Jugendlicher zum Schiffsmechaniker ausgebildet. "Die SFK nimmt damit die Qualifizierung ihrer Nachwuchskräfte in die eigenen Hände und eröffnet für junge Menschen einen zukunftsfähigen anerkannten Ausbildungsberuf", freut sich der Vorsitzende des SFK-Aufsichtsrates Lutz Oschmann. Im Gegensatz zu Landberufen findet die dreijährige Ausbildung nicht unter dem Dach der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK) statt. Jeder Inhaber eines nautischen oder technischen Patents kann als Ausbilder fungieren. Neben der praktischen Ausbildung an Bord der SFK-Schlepper durchläuft der Azubi drei Schulblöcke an der Seefahrtsschule in Priwall sowie einen übergreifenden Block Metallbearbeitung, einen Lehrgang zur Sicherheitsgrundausbildung sowie zum Rettungsbootmann.
Nach erfolgter Zwischenprüfung erhält der Azubi die Wachbefähigung und darf als vollwertiges Besatzungsmitglied auf den SFK-Schiffen eingesetzt werden. Außerdem könne später auch ein technisches oder nautisches Studium angeschlossen werden.
Die SFK kann auf Erfahrungen in der Ausbildung durch die langjährige Zusammenarbeit mit den Stadtwerken aufbauen. Vier bis sechs Wochen sind in der Regel die Stadtwerke-Azubis, die zum Industriemechaniker ausgebildet werden, bei der SFK zu Montage- und Reparaturarbeiten in der Werkstatt.
Es werden aber nicht nur Ausbildungsmöglichkeiten, sondern auch Arbeitsplätze angeboten. "Die Zukunftschancen bei der SFK sind gut", fügt Geschäftsführer Andreas Schulz hinzu. Engagierte Mitarbeiter seien stets gefragt. Einen Arbeitsplatz hat die SFK zurzeit frei: ein ausgebildeter Schiffsmechaniker wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt benötigt.
Zum 1. März 2012 sucht die SFK einen weiteren ausgebildeten Schiffsmechaniker als Ersatz für Matrosen, die dieses Jahr ihr Studium aufnehmen.
Junge Schiffsmechaniker können zudem zwischen Ausbildungsende und Beginn des Studiums bei der Reederei praktische Erfahrungen sammeln.